Nicht zu alt für Prüfung zum schwarzen Gürtel

In der Selbstverteidigungsschule Yujin in Westgroßefehn fanden kürzlich Landesprüfungen der Jiu-Jitsu Union Niedersachsen statt. Dort stellten sich zwei Schüler vom Leiter Bernhard Campen den Augen der dreiköpfigen Prüfungskommission aus Wolfgang Zilliken (6.Dan aus Bassum), Olaf Scher (2.Dan aus Burgdorf) und Wilfried Meyer (1.Dan aus Steyerberg). Sowohl Petra Flügge wie auch Sipko Hazenberg zeigten ihnen und dem zahlreich anwesenden Publikum eindrucksvoll, dass die traditionelle Selbstverteidigung aus Japan keineswegs nur etwas für junge Leute ist.

Flügge, die bereits 2002 den 1.Dan im Judo abgelegt hatte, kam nach längerer Sportpause vor gut 4 Jahren durch ihre Tochter zum Jiu-Jitsu in der Yujin-Schule und entdeckte ihre Leidenschaft für den Budo-Sport neu. Nach intensiver Vorbereitung konnte sie nun die Prüfung zum 1.Dan im Jiu-Jitsu ablegen.

Auch Sipko Hazenberg war bereits langjähriger Schwarzgurtträger im Judo, als er nach seinem Umzug aus den Niederlanden nach Großefehn zur Yujin-Schule kam. Nachdem er im letzten Jahr die Prüfung zum braunen Gürtel im Jiu-Jitsu abgelegt hatte, die nach eigenen Angaben die letzte sein sollte, war der Ehrgeiz jedoch so geweckt, dass er sich nun seinen Traum vom Dan im Jiu-Jitsu erfüllte. Und das in einem Alter von 77 Jahren!

Neben der Goshin-Jitsu-No-Kata, einer fest vorgeschriebenen Abfolge und Ausführung von traditionellen Selbstverteidigungstechniken, bestand die Prüfung aus der Fallschule, der Demonstration von Grundtechniken, dem Abwehrprogramm gegen verschiedene Angriffe mit und ohne Waffen, sowie der Verteidigung gegen freie Angriffe mehrerer Gegner. Konditionell definitiv eine Herausforderung, besonders für Hazenberg, der in der jüngeren Vergangenheit eine Krebserkrankung zu überwinden hatte und bereits künstliche Hüftgelenke implantiert hat. Doch die beiden Prüflinge überzeugten die Jury von ihrem Können. Jiu-Jitsu ist keine Frage des Alters!

 

Das Foto zeigt die Prüflinge Petra Flügge (3.v.l.) und Sipko Hazenberg (2.v.r.) mit ihren Prüfungspartnern Maira Flügge und Wilko Busemann sowie den Leitern und Trainern der Yujin-Schule Nina Kortmann und Bernhard Campen (außen)

Sommerprüfungen in der Yujin-Schule

Kurz vor den Schulzeugnissen gab es auch in der Selbstverteidigungsschule Yujin Großefehn traditionell die Belohnungen für fleißiges Training in den letzten Monaten. So konnten insgesamt 52 Schüler in drei Disziplinen die Prüfung auf die nächste Gurtstufe antreten.

Unter den strengen Augen von Gastprüfer Daniel Hoch sowie dem Leiter der Yujin-Schule Bernhard Campen und Sport- und Fitnesskaufmann Wilko Busemann zeigten alle Prüflinge gute bis sehr gute Leistungen. Besonders die Kinder zum Bambini- oder Weißgurt, für die es an diesem Tag die erste Prüfung ihrer Budo-Laufbahn war, beeindruckten die Prüfer. „Wir wollen Kinder stark machen für Schule, Alltag und das ganze spätere Leben“, so Campen. „Heute konnten wir sehen, wie positiv sich das Training auf Selbstbewusstsein, Motorik und Sozialverhalten auswirkt. Besonders, wenn man jung anfängt.“

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Prüfungen in der Yujin-Schule

Kurz vor Ende des Jahres standen in der Selbstverteidigungsschule Yujin in Westgroßefehn die dritten Gürtel-Prüfungen auf dem Programm. Als Gastprüfer war Stefan Gautier aus Bremen eingeladen. Gautier, der den 4.Dan Jujutsu trägt und in vielen weiteren Budo-Sportarten aktiv ist, lobte die hervorragenden Leistungen der Prüflinge. „Besonders taten sich heute die Mädchen hervor“, so der Bremer. „Da sind Talente dabei, die unbedingt weiter gefördert und gefordert werden müssen.“  Der lange Prüfungstag startete mit den jüngsten Kämpfern ab 6 Jahre im Jiu-Jitsu. Später zeigten dann außerdem die Karate-Ka und Kids im Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) ihr Können, bevor es am späten Nachmittag im ECF (European Crossfighting) zur Sache ging. „Die verschiedenen Disziplinen haben alle ihren eigenen Schwerpunkt“, erläutert Campen. „Während es im Karate um die Perfektionierung von Schlag-, Tritt- und Blocktechniken geht, trainieren die Kids und Erwachsenen im BJJ hauptsächlich für Meisterschaften im Jiu-Jitsu, bei denen Schläge und Tritte verboten sind. Im ECF geht es dann eher um die direkte Selbstverteidigung für den Notfall auf der Straße. Daher bieten wir diese Sportart auch erst ab 16 Jahre an“, so der Leiter der Yujin-Schule. Am Ende des Tages war für alle Prüflinge das Ziel der nächsten Gurtstufe erreicht.

Die Prüflinge:

Jiu-Jitsu:

Bambini:  Jelto Bergmann

Weißgurt:  Jarne Brinker, Jannes Büscher, Mareen Burkhoff, Carolina de Buhr, Marten Freese, Henning Friedrichs, Jasper Friedrichs, Jonte Hagedorn,  Dennis Heiken, Nils Heiken,                       Lilly Höfeler, Malin Lünemann, Kjell Lüsgo, Arthur Rohwer-Carstensen, Julius Sassen, Lukas Schossig, Juljan Siefken, Nele Ubben, George Voicila

Gelbgurt: Joost Duin, Lennard Fecht, Ole Gleich, Lasse Harms, Janne-Marit Janßen,  Annika Jürgens, Laureen Kruse, Jara Lünemann, Marc Joshua Meints, Marie Josephine  Meints, Hendrik Nörder, Jesko Soeken

Gelb-Orangegurt: Tino Brinker, Anna Carstens, Inga Cirksena, Keno Janßen, Justus Richter,  Tilman Richter, Eva Ringelberg, Hannah Rücker, Leonie Rücker, Thies Voss,                                  Fenna Wiards

Orangegurt: Frieso Düselder, Jana Graalfs, Sönke Onken, Axel van der Berg

Orange-Grüngurt: Anna Mees, Max Ringelberg, Luca-Noah Saathoff, Jonas Uphoff

Grüngurt: Christina Albuschat, Laura Graalfs, Fenja Moritz, Tilman Stöhr

 

Karate:

Gelbgurt: Christina Albuschat

Orangegurt:  Janneke Wilken

 

BJJ:

Grau-Weißgurt:  Luka Gerdes, Laura Graalfs, Wilko Romaneeßen

 

 

 

ECF:

Gelbgurt:            Renhard Kroon, Andonis Papoudis, Harry Rewerts, Holger Wiese, Norbert Witte

Prüfungen zum schwarzen Gürtel

Letzten Monat fanden Landesprüfungen der Jiu-Jitsu Union Niedersachsen e.V. in der Selbstverteidigungsschule Yujin in Westgroßefehn statt. Drei Anwärter auf den 1.Dan (Schwarzgurt) stellten sich der Prüfungskommission, die mit Wolfgang Zilliken (6.Dan Jiu-Jitsu), Wilfried Meyer (2.Dan Jiu-Jitsu) und Olaf Scher (1.Dan Jiu-Jitsu, 1.Vorsitzender der JJU Nds.) besetzt war. Und diese verlangten einiges von den Prüflingen. Zuerst wurde die Goshin-Jitsu-No-Kata demonstriert, deren Ablauf und Bewegungen sehr genau vorgegeben sind und die als Pflichtstück zum ersten Dan eine große Herausforderung darstellt. Danach mussten dann neben der Fallschule die Grundtechniken gezeigt werden, die das Verständnis und die korrekte Ausführung mit all ihren Details abfragten, egal ob bei Wurf- oder Schlagtechniken, dem Festlegen eines Gegners oder den Prinzipien von Hebeln. Danach hieß es, diese Techniken in Selbstverteidigungssituationen anzuwenden. Die Angriffe erfolgten mit und ohne Waffen und zeigten eindrucksvoll die Vielseitigkeit der traditionellen japanischen Sportart, die durch ständige Weiterentwicklung alles andere als antiquiert und rückständig ist. Zu guter Letzt stand die Verteidigung gegen vier Angreifer auf dem Programm. Auch hier zeigte sich die Effektivität der Techniken, als z.B. Maira Flügge sich wirkungsvoll gegen die körperlich klar überlegenen Männer durchsetzte.

Nach einer recht langen Beratungszeit kamen die Prüfer zu dem Ergebnis, dass lediglich Maira Flügge und Berend Campen den Sprung zum Meister im Jiu-Jitsu geschafft hatten, während der dritte Prüfling ermuntert wurde, noch an seiner Technikvielfalt und sauberen Ausführung zu arbeiten, bevor er sich erneut der Prüfung stellt. Den beiden neuen Schwarzgurten wurde dagegen ein hohes Niveau bescheinigt. Traditionell überreichte Bernhard Campen, der Leiter der Yujin-Schule, den frisch gebackenen Danträgern ein Samuraischwert und natürlich ihren schwarzen Gürtel mit Namensbestickung.

Als Sohn des Schulleiters stand Berend Campen schon mit fünf Jahren auf der Matte und erlernte spielerisch das Jiu-Jitsu. Bei der Stange gehalten durch eine motivierte und engagierte Jugendgruppe, erarbeitete sich der Junior nach und nach sein jetziges Können und Wissen. Über 40 Lehrgänge und Fortbildungen hat er in seiner Zeit im Budosport inzwischen besucht, hat an Meisterschaften teilgenommen und im Showteam der Yujin-Schule mitgewirkt. Maira Flügge kam vor sieben Jahren zum Jiu-Jitsu. Familiär vorbelastet durch ihre Mutter, die Danträgerin im Judo ist, sollte Maira lernen, sich im Ernstfall verteidigen zu können. Schnell entflammte bei der damals Zwölfjährigen die Leidenschaft für den Budosport und auch die Mutter steht inzwischen wieder auf der Matte und ist Trägerin des braunen Gürtels im Jiu-Jitsu. Somit war es ein besonderes Erlebnis, die beiden als Team in der Prüfung zu erleben.

Walter Behrens mit 2.Dan im Jiu-Jitsu geehrt

Im Rahmen des alljährlichen Danträger-Treffens der Jiu-Jitsu Union Niedersachsen e.V. ist Walter Behrens kürzlich der 2. Dangrad (Schwarzgurt) im Jiu-Jitsu verliehen worden. Der 81jährige wurde damit vom Vorstand des Verbandes für seine Leistungen und die große Vorbildfunktion geehrt, die er seit Jahren übernimmt. Behrens steht regelmäßig in der Selbstverteidigungsschule Yujin in Großefehn als Schüler und Meister auf der Matte, meist zweimal wöchentlich für Doppelstunden. Im Alter von 70 Jahren hatte er erfolgreich die Prüfung zum 1.Dan im Jiu-Jitsu abgelegt und bereits damals bewiesen, dass im Budosport das Alter keine Rolle spielt. Neben der aktiven Teilnahme an zahlreichen Lehrgängen war er auch selbst schon als Referent tätig, um sein Wissen weiterzugeben.

Behrens kam mit Anfang 40 zum Jiu-Jitsu, damals in einer Turnhalle in Wiesmoor. Dort lernte er auch vor über 30 Jahren seine jetzige Frau kennen. „Ausprobiert habe ich auch noch andere Diszipline wie ATK und Judo“, berichtet er. „Aber dann hatte ich den weißen Anzug eigentlich an den Nagel gehängt“. Er widmete sich anderen Hobbies wie dem Paddeln, Laufen, Radfahren, Reisen und natürlich der Familie. Als seine Tochter Hilka dann 2001 bei Bernhard Campen, dem Leiter der Yujin-Schule, mit dem Training begann, dauerte es aber auch für den Vater nicht lange, bis der Reiz zu groß wurde, selber wieder auf der Matte zu stehen. Seitdem ist er ein fester Bestandteil der Yujin-Familie in Westgroßefehn und das bis heute mit großer Freude.

Walter